Was versteht man unter „intelligenter Stromverteilung“?

Die elektrische Energie und die damit verbundenen Herausforderungen

Elektrische Energie wird zunehmend an Bedeutung gewinnen und weltweit die wichtigste Energiequelle werden, weil u.a. der Anteil von erneuerbaren Energien stetig steigt. Themen wie Stromqualität, Versorgungssicherheit und Energieeffizienz stehen bereits heute ganz oben auf der Agenda der stromverbrauchenden Industrie.

Durch die zunehmende Einspeisung von Strom aus erneuerbaren Energien in das Netz, werden Energiesysteme immer komplexer. Aufgrund dieser Komplexität kann es zu Spannungsschwankungen kommen, wodurch Industrieanlagen gestört werden, es zu Ausfällen kommt oder im schlimmsten Fall zu Schadensfällen an den Anlagen. Die Sicherung der Industrieanlagen vor Schäden und/oder Ausfällen, die die Rentabilität der Anlagen gefährden, ist essentiell. Die Lösung bzw. Vermeidung dieser potentiellen Probleme lässt sich nur durch eine geplante, zuverlässige, anpassungsfähige und intelligente Stromversorgung sicherstellen.

Lösungen auf Verbraucherebene

In komplexen Stromversorgungssystemen die eine Vielzahl von Komponenten enthalten sind die Anforderungen an die Absicherung der Verbraucher extrem hoch. Dabei spielen Primärschaltregler eine wichtige Rolle und bilden das Herz solcher Stromversorgungssysteme. Dabei kommt dem Primärschaltregler die Aufgabe zu die Ausgangsspannung und den Ausgangsstrom elektronisch zu überwachen.

Kommt es allerdings zu einem Kurzschluss- oder einer Überlastung können z.B. nachgeschaltete Leitungsschutzschalter träger sein als das Netzgerät wodurch keine Selektivität gewährleistet ist. So kann es zu Spannungseinbrüchen oder auch Leitungsbränden kommen.

Deshalbsind Module wie z.B. eine intelligente Stromverteilung von der Mico Reihe ein unverzichtbarer Bestandteil für die Absicherung von Stromversorgungssystemen.

Wie kann eine Absicherung in modernen Stromversorgungssystemen erfolgen?

  • Es müssen intelligente Stromverteilungssysteme verwendet werden, damit Fehler schnell gefunden und die Einsatzzeiten von Maschinen und Anlagen hoch bleiben.
  • Für die verschiedenen Strompfade muss es möglich sein, einen maximalen und individuellen Stromwert einzustellen und diesen zu überwachen.
  • Grenzlasten müssen angezeigt werden. Wenn z.B. 90 Prozent des am Kanal eingestellten Laststroms erreicht werden, muss automatisch zu einer entsprechende Warnmeldung kommen.
  • Wenn der Laststrom den eingestellten Stromwert überschreitet oder Kurzschlüsse auftreten, muss eine automatische Abschaltfunktion den betroffenen Kanal abschalten.

Fazit

Immer mehr Unternehmen gehen aufgrund der oben beschriebenen Herausforderungen noch einen Schritt weiter und erzeugen selber Strom. In der Regel wird hier Strom aus erneuerbaren Energien gewonnen und für Lastspitzen in produktionsintensiven Zeiten verwendet.